Was macht ein Fachanwalt für Verkehrsrecht?

Anwalt ist nicht gleich Anwalt. Die Mehrheit der 70.000 in Deutschland zugelassenen Rechtsanwälte haben sich auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisiert. Diese Vertiefung in einer Fachrichtung hat Vorteile für die Mandanten und den Anwalt selbst. Hintergrund ist die Vielfältigkeit von Recht, Rechtsgebieten, Gesetzen und Verordnungen. Durch die Festlegung auf bestimmte Rechtsgebiete hat der jeweilige Rechtsanwalt Gaildorf ein sehr detailliertes Spezialwissen, welches im Sinne der Klienten genutzt werden kann. Ein Fachgebiet, welches beinahe jeden Bürger irgendwann einmal betrifft, ist das Verkehrsrecht in Gaildorf. Sei es ein Bußgeldbescheid vom Straßenverkehrsamt oder ein Unfall und die versicherungsrechtlichen Folgen. Selbstredend gibt es daher auch in diesem Bereich den passenden Anwalt, nämlich den Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Welche Themen behandelt ein Fachanwalt für Verkehrsrecht

Ein Verkehrsfachanwalt kümmert sich um alle Angelegenheiten, die in einem eindeutigen Zusammenhang mit dem Verkehr stehen, z.B. Ordnungswidrigkeiten und Strafrecht. Hier können zum Beispiel Verwarn- oder Bußgeldangelegenheiten wegen eines Verstoßes gegen die Straßenverkehrsverordnung (StVO), wie bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung oder dem Überfahren einer roten Ampel, geprüft und im Zweifel auch angefochten werden. Natürlich kann ein Fachanwalt oder eine Fachanwältin für Verkehrsrecht auch in Unfallfragen helfen. Sofern Schadenersatz- und Haftungsangelegenheiten mit der Versicherung des Unfallgegners zu klären sind, ist ein Anwalt mit guten Kenntnissen im Verkehrsrecht hoffentlich Ihr erster Ansprechpartner.

Das Verkehrsrecht ist jedoch vielfältiger als nur der Straßenverkehr. Auch gehören das Eisenbahnrecht, Seerecht und Regelungen des Luftverkehrs in das Fachgebiet. Um dieser Fülle an Themen gerecht zu werden, gibt es eine genaue Vorgabe, welche besonderen Kenntnisse Anwälte für Verkehrsrecht haben müssen, um Fachanwalt für Verkehrsrecht sein zu dürfen. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben und wird von den Rechtsanwaltskammern streng geprüft.

Welche Ausbildung qualifiziert einen Verkehrsfachanwalt?

Zwar zählen die Anwälte zu den sogenannten „freien Berufen“, was jedoch nicht bedeutet, dass sich jeder einfach „Anwalt“ nennen darf. Um Anwalt im Bereich des Verkehrsrechts zu werden, muss die reguläre Anwaltsausbildung absolviert werden. Es ist also zwingend ein Jurastudium mit dem ersten Staatsexamen, ein Vorbereitungsdienst bei den zugelassenen Anwälten und Gerichten und auch ein zweites Staatsexamen abzulegen, um Volljurist zu sein. Ohne diese Ausbildung führt kein Weg zu einem Titel als Fachanwalt. Es ist wichtig, dass Sie den passenden Anwalt finden der genau auf Ihren Rechtsfall spezialisiert ist.

Um anschließend Fachanwalt zu werden, muss den Rechtsanwaltskammern die besondere Fachkenntnis nachgewiesen werden. Hierzu ist unter anderem ein Fachanwaltslehrgang mit mehr als 120 Stunden abzulegen, welcher mit Klausuren gespickt ist und mit einer Prüfung abschließt. Zusätzlich muss der Anwalt in den letzten drei Jahren vor der Prüfung mindestens 160 spezifische Fälle aus dem Verkehrsrecht betreut haben, wobei zumindest 60 Fälle ein Verfahren vor einem Gericht einschließen müssen. Sie können also wirklich sicher sein, dass sich ein Fachanwalt, mit Spezialisierung auf das Verkehrsrecht, wirklich zielsicher mit der Materie auskennt.

Wie hoch ist die Vergütung von Verkehrsrechtsanwälten?

Bei Honorarvereinbarungen gibt es jedoch einen strengen Maßstab, damit Leistung und Gebühren nicht in ein Missverhältnis fallen. Leistungen und Abrechnungssätze müssen in einem Verhältnis stehen, welches dem Haftungsrisiko und der Verantwortung des Falles gerecht wird.

Für Beratungen, welche nicht vor Gericht durchzuführen sind, werden seit 2004 keine Honorarvereinbarungen mehr geschlossen. Eine Erstberatung kann daher in keinem Fall mehr als 190,- Euro zuzüglich der anfallenden Steuern kosten.

In der Anwaltschaft sind, wie auch bei den Ärzten oder den Veterinären, die Kosten für den Kunden festgeschrieben. Und somit ist auch das Einkommen, welches pro Fall erreicht wird, fixiert. Rechtsanwälte greifen für die Honorierung auf das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zurück. Zu geringeren Kosten darf ein Anwalt, nach seinem Berufsrecht, nicht tätig sein. Höhere Honorare sind in einer Vergütungsvereinbarung mit den Mandanten möglich und in vielen Bereichen auch üblich.

Die Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz sind je nach Fall unterschiedlich. Faktoren sind der Gegenstands- und Verfahrenswert, sowie eine Aufwandspauschale. Zusätzlich wird die Mehrwertsteuer abgerechnet. Rechtsanwälte im Verkehrsrecht tragen eine große Verantwortung, welche sich selbstredend auch in der Bezahlung widerspiegelt. Bei der Suche nach Rechtsanwälte in Gaildorf konnten wir die Rechtsanwältin Stefanie Wagenblast um ein paar Informationen zu diesem Thema bitten. Wenn Sie nach Rechtsbeistand in den oben genannten Themen suchen, steht Ihnen die Anwaltskanzlei Stefanie Wagenblast für Verkehrsrecht in Gaildorf, Schwäbisch Gmünd und dem Kreis Schwäbisch Hall zur Seite.

Was macht ein Fachanwalt für Verkehrsrecht?