Autarkiegrad: Autarkie in Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen
Der Autarkiegrad einer Photovoltaikanlage gibt an, wie viel Energiebedarf ein Haushalt unabhängig von der Stromversorgung durch das öffentliche Netz decken kann. Er beschreibt also den Anteil des selbst erzeugten Stroms im Verhältnis zum gesamten Bedarf. Nehmen wir als Beispiel an, dass der Gesamtverbrauch eines Haushalts 100 % beträgt und 30 % dieser Energie aus der PV-Anlage stammt – so liegt die Autarkiequote bei 30 %. Dies bedeutet aber auch, dass 70 % des benötigten Stroms extern hinzugekauft werden muss.
Die Eigenverbrauchsquote
Der Eigenverbrauch ist ein wichtiger Faktor, um die Autarkie eines Haushalts zu bestimmen. Im Durchschnitt verbrauchen vierköpfige Haushalte in Deutschland rund 4000 kWh Strom pro Jahr. Wenn man nun eine PV-Anlage installiert, die 6000 kWh Solarstrom produziert, bedeutet das nicht automatisch, dass der gesamte Strom im eigenen Haushalt genutzt und somit Autarkie erreicht werden kann. Um den tatsächlichen Eigenverbrauch zu berechnen muss man daher noch die Eigenverbrauchsquote berücksichtigen: Gehen wir davon aus, dass 1500 kWh des erzeugten Solarstroms selbst genutzt werden können, ohne Stromspeicher ein realistischer Wert für den Eigenverbrauch. Der Rest muss ins öffentliche Netz eingespeist werden und trägt nicht mehr zum Eigenverbrauch bei.
Was ist ein guter Autarkiegrad?
Die Experten von Energieversum aus Gütersloh sagen auf Ihrer Webseite, dass der Autarkiegrad einer PV-Anlage durch den Einsatz eines Stromspeichers deutlich erhöht werden kann. Ohne Speicher liegt ein guter Wert in der Regel zwischen 30 und 40 %, mit Speicher sogar bei bis zu 80 %. Diese Flexibilität ist besonders vorteilhaft, da die selbst produzierte Energie sofort verfügbar ist, wenn sie benötigt wird. Ein Autarkiegrad von 100 % ist durchaus erreichbar, wenn man die Komplettanlage mit der optionalen Stromcloud von Energieversum oder SENEC kombiniert. Diese bietet eine Möglichkeit, überschüssige Energie langfristig zu speichern und bei Bedarf abzurufen – etwa im Winter. Allerdings bleibt man auch hierbei auf den Cloudanbieter angewiesen.
Diese Faktoren haben Einfluss auf den Grad der Autarkie
Um einen möglichst hohen Autarkiegrad zu erreichen, ist es wichtig, dass der Jahresstrombedarf des Nutzers mit der Leistung bzw. dem Jahresertrag seiner Photovoltaik-Anlage übereinstimmt. Ein geringerer Ertrag als benötigte Menge an Elektroenergie bedeutet schon von vornherein eine Reduzierung des Autarkiegrads – auch ein relativ hoher Eigenverbrauch kann dies nicht ausgleichen. Um den bestmöglichen Grad an Unabhängigkeit zu erreichen, sollten alle drei folgen Faktoren optimal aufeinander abgestimmt werden:
- Der Jahresstrombedarf
- Der Jahresertrag der PV-Anlage
- Der Eigenverbrauch
Eine Studie der HTW Berlin im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW hat gezeigt, dass größere Photovoltaikanlagen tendenziell wirtschaftlicher sind als kleinere. Dies liegt an den Fixkosten, die bei jeder Anlage anfallen und bei größeren Anlagen im Verhältnis zu den Gesamtkosten abnehmen. Dadurch erhalten Sie mehr Leistung für einen geringeren Preis – viermal soviel Leistung zum Dreifachen des Preises! Wenn Sie also Ihre PV-Anlage optimieren möchten, ist es ratsam, auf die optimale Größe der Anlage zu setzen.
